Philosophische Fachergänzung: „Intellektuelles Rumhängen“ zu den Begriffen ‚Rausch‘ und ‚Beschleinigungsgesellschaft‘

Was im Untertitel (bewusst) flapsig klingt, war in Wirklichkeit ein großer, aber erfüllender Kraftakter aller Beteiligter. Mit einem Kommilitonen rief ich im Wintersemester 2014/15 zu einer simplen Sache auf: Studieren was einem gefällt, wie es einem gefällt. Ein Semester lang als Fachergänzungsmodul mitsamt Auszeichnung durch ECTS-Punkte an der CAU Kiel.

Das Ergebnis: Ein bunt gemischtes Team von rund 15 Studierenden, angefangen von Bachelor-Erstsemestern bis hin zu angehenden Masterabsolventen, fand sich schnell zusammen. Auf Augenhöhe bestimmten wir die Studieninhalte sowie die Prüfungsform völlig selbstbestimmt und frei. Wir entschieden uns für die Bearbeitung zweier zeitgenössischer Begriffe: ‚Rausch‘ und ‚Beschleunigungsgesellschaft‘. Als Präsentationsform wählten wir das Konzept einer studentisch organisierten Tagung, die wir schlussendlich liebevoll als „intellektuelles Rumhängen“ bezeichneten.

Der Präsentationstag war ebenso vielfältig gestaltet wie die Mitglieder des Teams. In kleinen Unterteams präsentierten wir in einer bunten Mischung unsere im Semester selbst- und eigenständig erarbeiteten Projekte. So gab es beispielsweise ein philosophisches Theaterstück zu den beiden Begriffen, eine Filmanalyse, eine Flyer-Präsentation, mehrere Vorträge und einen selbst produzierten Kurzfilm.

Mit dem Projekt haben wir uns alle in der Gruppe nicht nur für uns, sondern auch für alle Gäste des Präsentationstages bewiesen, welche Kraft in selbstorganisierten Bildungsprozessen stecken kann.