Überlegungen zum Verhältnis von Musik, Filmschnitt und Genre

Im Rahmen meines Studiums der Filmwissenschaften beschäftigten wir uns auch mit dem Einsatz von Filmmusik. Dazu gab es ein praktisches Projektmodul, bei dem sich meine Gruppe ein simples, aber ehrgeiziges Ziel setzte: Durch den Einsatz von Schnittechniken und Musikeinsatz wollten wir Der Herr der Ringe in andere Genres transformieren.

Das Ergebnis präsentierten wir am 19.03.2014 in einer eigenen kleinen Ringvorlesung. Der Vortrag beschäftigte sich im ersten Teil mit der theoretischen Grundlage: Was meint der eigentlich der Begriff ‚Genre‘? Wie funktioniert Musik im Film? Welche Filmtheorien gibt es zum Thema Schnitt?

Im zweiten Teil ging es dann ans Eingemachte: Wir präsentieren unsere selbst angefertigten Filmtrailer, die aus der Der Herr der Ringe Trilogie (mehr oder weniger) verfremdete Genres machten. Die Ergebnisse waren Trailer zu den Genres Horrorfilm, B-Movie, Heimatfilm und in meinem Fall: Science-Fiction.

Wir erarbeiteten uns im Vorfeld sämtliches praktisches Wissen zum Filmschnitt durch Workshops und Selbststudium. Das ursprüngliche Forschungsziel konnten wir durch unsere praktischen Lektionen und den Vortrag ebenfalls erreichen: Durch die Transformation in andere Filmgenres Rückschlüsse auf das ursprüngliche Fantasy-Genre schließen. Dabei lernten wir zu unserer eigenen Überraschung, wie schwierig die Genre-Theorie und der Genre-Begriff doch sind!

Projektnote: 1,0